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Seit der Renaissance führen Entdeckungsfahrten und Reisen zu technischen und wissenschaftlichen Innovationen. Wohl durch die sich seit dem frühen 18. Jh. einsetzenden Reisebeschreibungen setzt im 18. Jh. die Tradition der Bildungsreise in Europa ein. Dieser Tradition folgend traten im 19. Jh. nun auch (groß-) bürgerliche „Kultur-Reisende“ in Europa eine solche Reisen an, die seitdem auch erstmals zu den ur- und frühgeschichtlichen Denkmälern Mittel- und Nordeuropas führte. Häufig resultierten aus solchen Besuchen auch sog. gelehrte Reisebeschreibungen, die durch ihre detaillierten Schilderungen auch als praktische Reiseführer dienen konnten. Diese Schilderungen sind heute eine wichtige Quelle zur Erforschung u. a. der Geschichte archäologischer Denkmäler. J.E. Marston trat in den frühen 1830er Jahren eine Reise nach Norddeutschland an und verfasste 1833 einen „Wegweiser für Fußreisende“ . Über mehrere Seiten berichtet er hier über Albersdorf, der Schwerpunkt der Beschreibung liegt dabei auf den archäologischen Denkmälern der Region. Vor dem Hintergrund dieser Reisebeschreibung könnte eine neue Kulturroute (für Wanderer und Radfahrer) entwickelt werden, die in Albersdorf und Umgebung auf den Spuren von J. E. Marston vor ca. 200 Jahren zu den heute noch sichtbaren Denkmälern, aber auch zu örtlichen Restaurants und Hotels führt. Die originalen Texte sollen dann bei den jeweiligen Stationen in Form einer begleitenden Informationen zur Archäologie und Kulturgeschichte dienen.

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Der Tourismus nimmt in Dithmarschen seit Jahrzehnten einen hohen Stellenwert ein und trägt wesentlich zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Gesamtlage in Dithmarschen bei. Dies gilt auch für Dithmarschens Kreisstadt Heide und den Amtsbereich Heider Umland. Bis zum Jahr 2012 gab es über Jahrzehnte durch den Verein Heide-rundum e.V. eine Schnittstelle in der touristischen Vermarktung und mit der Tourist Information ein gemeinsames Dienstleistungscenter für die 48 zugehörigen Vermieter aus beiden Bereichen. Alle Aktivitäten waren eingebunden in die Zielsetzungen der LTO, der Nordsee-Tourismus-Service GmbH, der TASH und die jeweiligen Tourismusstrategien des Landes. Durch die Gründung der Heide Stadtmarketing GmbH ist der Verein Heide-rundum e.V. zu einem reinen Vermieterverein geworden, der vorrangig die Belange und Interessen der Vermieter vertritt. Die Tourist Information wird somit seit Mai 2012 von der Heide Stadtmarketing GmbH betrieben. Durch das neue Konstrukt kam es zu einer Verlagerung der Strukturen. So gingen die Mitgliedsbeiträge des Amtes Heide Umland an den Verein Heide-rundum, was wiederum bedeutet, dass sie nicht mehr dem Betrieb einer gemeinsamen Tourist Information und einer gemeinsamen touristischen Ausrichtung zur Verfügung stehen. Im Zuge dieser Entwicklungen geriet die Bündelung gemeinsamer Kräfte aus dem Fokus. Diese Zusammenarbeit und Bündelung ist nunmehr wieder in den Blick zu nehmen, damit eine nachhaltige strategische Entwicklung in dem für unsere strukturschwache Region so wichtigen Wirtschaftsbereich Tourismus erfolgreich umgesetzt werden kann.

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Bis zum Jahre 2018 haben die 24 amtsangehörigen Gemeinden selbstständig die Aufgabe Tourismus in den einzelnen Gemeinden ausgeübt. Mit Übertragung dieser Aufgabe an das Amt Mitteldithmarschen bieten sich nun neue Chancen, welche für die Realisierung einen Leitfaden, ein Konzept benötigen, um zielgerichtet umgesetzt werden zu können. Vielmehr soll das neue Konzept sowohl bewährte, als auch neue Schwerpunkte miteinander verbinden, neue Strategien aufzeigen und konkrete Handlungsempfehlungen aussprechen. Es wird die Umsetzung eines attraktiven, bedürfnisgerechten und zukunftsorientierten Tourismuskonzeptes, welches alle Interessensgruppen bedienen kann, angestrebt. Es gibt derzeit keine wesentliche strategische und operationelle Arbeitsgrundlage für die touristische Entwicklung des Amtes Mitteldithmarschen, es wird aber gewünscht, dass sich das Konzept in das neue Tourismusentwicklungskonzept der LTO Dithmarschen Tourismus integriert und zuarbeitet. Ziel des Projektes ist eine einheitliche Strategie für alle Gemeinden des Amtsgebietes Nach der Bestandsaufnahme soll eine SWOT Analyse Chancen und Risiken aufzeigen sowie als Grundlage für die Strategieplanung dienen, aus der strategische Maßnahmen mit kurz-und langfristigen Zielen abgeleitet werden können. Es sollen aber mit Blick in die Zukunft auch Risiken betrachtet werden sowie deren Folgen, um Alternativen zu entwickeln und vermeintliche Schwächen in Stärken umzuwandeln, zum Beispiel durch neue Produktbildungen bzw. neue Kundensegmente. Es bedarf der Schaffung von neuen Strukturen, um Perspektiven und Potenziale zu beleuchten und herauszuarbeiten. Ein besonderes Augenmerk wird auch auf die Regionalität gelegt, um die Region nicht nur neu zu betrachten, sondern auch vorhandene Strukturen zu stärken.

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In dem Projekt ENTREE100 sollen vielfältige Projekte zur Umwandlung erneuerbarer Energie in großtechnischer Demonstration durchgeführt werden. Hierzu sollen u.a. 12 MW Elektrolyseurleistung als auch ein innovativer Druckluftspeicher mit einem Volumen von 5 MWh Kapazität oder auch Anlagen zur Erzeugung synthetischer Kraftstoffe als Reallabor errichtet werden. Dieses wird entweder im Gewerbepark Westküste oder auf einem angegrenzten Areal der Raffinerie Heide stattfinden. Alle Anlagen sollen forschungsseitig auf ihre System- und Netzdienlichkeit erprobt werden. Gleichzeitig ist es aber auch das Ziel, die erzeugten Produkte und Leistungen zumindest für die Selbstkosten (Stromkosten zzgl. Betriebskosten) abzugeben, so dass dieses Projekt zumindest während ihrer Projektlaufzeit im Testbetrieb keine Verluste erwirtschaften. Dieses ist derzeit nicht möglich, sofern die Projekte ihren Strom (Grünstrom) als „normale“ Stromkunden zu Beschaffungspreisen von 18 – 28 ct/kWh (Gewerbe-/ Privatkundenpreise) beziehen.

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