An drei verschiedenen Standorten organisiert Dorfkümmerin Martina Franzen vom Amt Wilstermarsch monatliche Frühstückstreffen für Seniorinnen und Senioren. Für die rund 50 Gäste im Ecklaker Krug am 27. März war das Treffen also nichts Ungewöhnliches – und doch war an diesem Tag war die Stimmung gespannt-nervös, als schon etwa eine Stunde vor Frühstücksbeginn ein Auto mit Kieler Kennzeichen auf dem Parkplatz vor der Gastwirtschaft wartete: der Personenschutz für die angekündigte Sozialministerin Aminata Touré.
Als sie schließlich um 10 Uhr eintraf, wich die anfängliche Nervosität jedoch schnell einer offenen, herzlichen Atmosphäre. Gleich zu Beginn animierte die Ministerin die zum gemeinsamen Singen und leitete „Viel Glück und viel Segen“ im Kanon an – ein gelungener Eisbrecher. Und auch danach blieb kein Grund mehr für die anfängliche Nervosität – wie selbstverständlich mischte sich Aminata Touré bei einem Brötchen und einer Tasse Kaffee unter die Senior*innen. Die Seniorinnen und Senioren berichteten von früheren Zeiten im Ecklaker Krug – von Hochzeiten, Tanzabenden und dem Leben im Dorf. Es blieb sogar Zeit für kleine Plattdeutsch-Lerneinheiten.





Neben den persönlichen Gesprächen blieb auch Raum für ernstere Themen, etwa über die schwierige Lage im Pflegesystem, angespannte kommunale Haushaltslagen und den Rückgang der ländlichen Infrastruktur, der besonders ältere Menschen betrifft. Und am Ende war natürlich noch Gelegenheit für Fotos – denn ein Besuch der Landespolitik hier auf dem Dorf an der Westküste sieht man nicht alle Tage und ist bei Weitem keine Selbstverständlichkeit.
Dass Frau Touré den langen und holprigen Weg über Landstraßen in die Wilstermarsch auf sich genommen hat, ist aber kein bloßer Zufall. Als Sozialministerin von Schleswig-Holstein hat sie sich maßgeblich für die Unterstützung der Dorfkümmerer und Dorfkümmerinnen im Land stark gemacht und sich für die Einrichtung einer Koordinierungsstelle auf Landesebene eingesetzt, die nun von ihrem Ministerium gefördert wird.
Der Besuch bot ihr die Gelegenheit, die Arbeit der Kümmerinnen vor Ort persönlich kennenzulernen und direkte Einblicke in ihren Alltag zu gewinnen. Deutlich wurde dabei einmal mehr, wie wichtig dieses Engagement für den sozialen Zusammenhalt in der Region ist. Ohne diese Arbeit wären viele Angebote – wie das gemeinsame Frühstück – kaum möglich.
Ein herzliches Dankeschön an alle Engagierten und an das Sozialministerium Schleswig-Holstein für die wertvolle Unterstützung!



Mehr Informationen zum Dorfkümmerer*innen-Netzwerk SH auf: dorfkuemmerer-dh.de
