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Barmstedt: Entstehung eines Schuldorfes

Ort

Schulstraße 2

25355

Barmstedt

Förderprogramm & Schwerpunkt
Thema

Bildung | Gemeinschaft & Begegnung | Soziales & Integration

Projektlaufzeit

2016

Gesamtkosten

129.646,00 €

davon 50.000,00 € gefördert

Projektbeschreibung

Ziel des Projekts ist es, die Außenanlagen der Grund- und Gemeinschaftsschule Barmstedt zu einem generationenübergreifenden Treffpunkt und Spielplatz umzugestalten und durch verbindende Elemente ein Schuldorf entstehen zu lassen, das von vielen Nutzergruppen bespielt wird.

Ausgangslage

Im Jahr 2010 wurden die bis dahin getrennt geführten, aber in räumlicher Nachbarschaft liegenden Schulen Chemnitzschule (Realschule) und Geschwister-Scholl-Schule (Grund- und Hauptschule) zur Grund- und Gemeinschaftsschule Barmstedt zusammengelegt. Nachdem durch strukturelle Änderungen die Schulen miteinander verwachsen sind, soll nun auch das Außengelände der Schule zu einem gemeinsamen Schuldorf und generationenübergreifenden Treffpunkt weiterentwickelt werden. In Barmstedt entsteht ein Ort des Lernens, der Kommunikation, der vielfältigen Aktivitäten von Schülern, dem Jugendzentrum, von Vereinen und Verbänden. Nach vielen Ergänzungen und Umbaumaßnahmen an den Gebäuden der Schulen haben die Schüler gemeinsam ein Logo für die Schule entwickelt, das die neue Mitte der Gemeinschaftsschule mit einem attraktiven und verbindenden Freiraum für das Miteinander treffend darstellt.

Ziele & Maßnahme

In einem ersten Schritt außerhalb des und klar abgrenzbar von diesem Förderantrag werden im ersten Bauabschnitt die bestehenden Sportanlagen auf dem Gelände erneuert und ausgebaut, Sitzgelegenheiten geschaffen und eine Rollerbahn auf dem einen Teil des Geländes angelegt. Nach der angestrebten Umwidmung der Schulstraße, die derzeit noch das Gelände zerschneidet und eine physische Grenze zwischen die Schulhöfe zieht, besteht die Chance, die Grundschule, die Gemeinschaftsschule und das Jugendzentrum, das sich direkt an das Schulgelände anschließt, zusammenwachsen zu lassen. In einem intensiven Beteiligungsprozess mit Schülern, Jugendlichen (JUZ) und Sportvereinen entstand ein Konzept, worauf sich alle freuen: Gemeinsam etwas bewegen. Das Logo, welches die Schüler entwickelt haben, zeigt das Verbindende in besonderer Weise. Aus diesem Ziel, das die Nutzer entwickelt haben, ging die Idee einer Bewegungsbahn hervor, eine „Rollerbahn“, die auffordert sich zu bewegen, auf den „anderen“ Schulhofteil zuzugehen, Kontakte zu knüpfen, zuzuhören, zu verstehen, etwas gemeinsam zu bewegen, Ziele anzusteuern, etwas in Bewegung zu bringen oder auch gemeinsam zu verweilen. Neben der „Rollerbahn“ ist so das Spiel für ALLE entstanden: „Hoch hinaus“, ein Klettergerät was für verschiedene Schwierigkeitsstufen ausgelegt sein soll und Mut macht „es zu wagen“. Das Gerät fordert aber auch Rücksicht heraus, denn nur derjenige kann an die Spitze klettern, der auch den Anderen SEIN lässt. Verweilen kann man auf dem Chilldeck, was dem Bewegungsspiel zugeordnet ist oder auch in der Chillzone, die eine völlig andere Zielgruppe anspricht, nämlich diejenigen die ruhig diskutieren, zuhören oder auch „nur“ sein wollen. Über den Inhalt des Förderantrags hinaus ist es geplant, die bestehenden trennenden und einteilenden Zäune abzureißen und sie sinnvoll um Bolzfelder herum zu setzen. Das neue Schuldorf ist freizuhalten von Verkehren, d.h. die PKWs vorne am Eingang des Schuldorfes sind abzufangen und die Müllfahrzeuge ebenfalls außen vor zu lassen, um einen sicheren Ort der Begegnung zu schaffen. Es sind Bewegungsangebote zu schaffen, die vielfältig sind und verschiedenste Interessengruppen ansprechen: Bolzen, Fahren mit verschiedensten Boards, Beachvolleyball, Basketball, Streetball. Der Inhalt des Förderantrags bezieht sich über das ohnehin geplante hinaus auf das Verbindende, auf das Gemeinsame, das Miteinander. Neben dem Jugendzentrum sind die beiden Sportvereine SSV Rantzau und BMTV in die Planung eingebunden worden, unter anderem auch um älteren Menschen mitten im Ort die Möglichkeit zu geben, ein Sportabzeichen zu machen und damit sich zu treffen, zu begegnen, etwas gemeinsam zu machen. Gerade die Bindung einer möglichst breiten Altersamplitude im Schuldorf erfordert das miteinander Sprechen und auskommen Wollen, weil die Zielinteressen dort abgedeckt werden. Das Schuldorf ist auch außerhalb der Schulzeiten am Nachmittag und am Wochenende für die Nutzer zugänglich.

25355, Barmstedt