
Hartenholm
Ortskernentwicklung
2020 - 2022
Die Förderung der Mehrzweckhalle erfolgt über die GAK (Gemeinschaftsaufgabe Agrar- und Küstenschutz).
Ausgangslage
Die Gemeinde Hartenholm hat ein energetisches Quartierskonzept für das Timm-Schott-Quartier entwickelt. Darin enthalten sind verschiedene Bausteine zur Energieeinsparung und Energieeffizienz. Maßgeblich ist die Abwendung von fossilen Energieträgern. Da weite Teile der Bevölkerung Windkraftanlagen im eigenen Gemeindegebiet ablehnend gegenüberstehen, das Gebiet aber waldreich ist, sind eine Holzhackschnitzelanlage sowie der Einsatz von Solarthermie geplant. Gemeindeeigene Gebäude sollen an die neue Energieversorgung angeschlossen werden. In einem nachfolgenden Schritt könnte das Nahwärmenetz erweitert werden und auch Privathaushalte einschließen.
In dem Quartier liegen mehrere gemeindeeigene Gebäude, zum Teil in nächster Nähe zur Gerhard-Lawerentz-Mehrzweckhalle. Dazu gehören die Feuerwehr, das Sportlerheim an den Sportplätzen, das Dorfgemeinschaftshaus und das Feierabendwohnheim mit altengerechten Wohnungen. In der Mehrzweckhalle finden zahlreiche Sportveranstaltungen sowie durch die gute Ausstattung mit einer Tribüne und die zentrale Lage viele überregionale Turniere statt.
Entwicklungsziele
Durch die Baumaßnahmen an der Gerhard-Lawerentz-Mehrzweckhalle soll, eingebettet in das energetische Quartierskonzept für das Timm-Schott-Quartier, eine klimafreundliche Wärmeversorgung im Sportbereich erreicht werden. In dem modellhaften Projekt führt diese Maßnahme zur Reduktion von CO₂-Emissionen.
Das Konzept wurde im Jahr 2018 erstellt.
Im Konzept werden die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Gemeinde auf den Seiten 18-22 untersucht und die Ergebnisse festgehalten: „Gelingt der Verkauf der Grundstücke in den Baugebieten und werden die Wohnhäuser im Innenbereich der Gemeinde nachgenutzt bzw. die Grundstücke nachverdichtet, wird sich die Bevölkerungszahl in Hartenholm voraussichtlich leicht positiv entwickeln.“
Das Innenentwicklungspotential der Gemeinde wird auf den Seiten 18-22 des Konzepts untersucht mit dem Ergebnis: „Die Attraktivität der Gemeinde wird durch die große Nachfrage nach Wohngebäuden und Bauplätzen deutlich. Insbesondere durch die stetig steigenden Grundstückspreise in den zentraleren Orten wie Kaltenkirchen und Bad Segeberg bietet Hartenholm mit seinem ländlichen Charakter, der guten Infrastruktur und „grünen Lage“ eine attraktive Alternative. Die Besinnung auf nachwachsende Rohstoffe, die Versorgung der öffentlichen Gebäude mit erneuerbaren Energien sowie der Aufbau einen Wärmenetzes sind für eine ländliche Gemeinde fortschrittlich.“
Aussagen zur Verminderung der Flächeninanspruchnahme sind auf Seite 26 in Ziel 3 „Moderates Wachstum“ festgehalten: „Um die öffentlichen Einrichtungen in der Gemeinde zu halten und die Attraktivität des Ortes für die Bewohner oder Zugezogene zu gewährleisten, muss die Gemeinde ihre Einwohnerzahlen halten und bestenfalls moderat wachsen. Aufgrund der Lage ist die Ausweisung neuer Bau- oder Gewerbegebiete begrenzt. Es gilt daher, mit den zuständigen Institutionen auf Kreis- und Landesebene attraktive und passgenaue Lösungen zu entwickeln. Die Anerkennung als ländlicher Zentralort hätte Vorteile in Bezug auf die Weiterentwicklung der Gemeinde“
Die Einbindung thematisch relevanter Akteure und der Bevölkerung erfolgte bei der Erarbeitung des Konzeptes sowie in den vorangegangenen Jahren in mehreren Formaten: