FAMIMI – Eine Mitfahr App für Jugendliche und Ehrenamtliche im ländlichen Raum (FAHR MIT MIR)

Förderprogramm & Schwerpunkt
Aktivregion
Thema

Mobilität

Projektlaufzeit

25.01.2022

Gesamtkosten

134.007,00 €

davon 92.294,00 € gefördert

Projektbeschreibung

In ländlichen und kleinstädtischen Räumen ist die Mobilitätspraxis stark auf das eigene Fahrzeug ausgerichtet, während Bus- und Bahnangebote kaum verfügbar sind. Bereits bestehende Projekte, wie z.B. der Rufbus oder Mitfahrbänke, werden von Jugendlichen wenig bis gar nicht genutzt, vor allem nicht an Wochenenden und in den Abendstunden. Diese sind aber für das Engagement in Jugendverbänden und Vereinen besonders relevant. Es erscheint als sinnvoll, Fahrten nach Möglichkeit gemeinsam zu praktizieren. Doch sind diese Möglichkeiten offenbar äußerst begrenzt und diese Einschränkungen und Grenzen sollen durch die neue FAMIMI App überwunden werden. Dabei FAMIMI für FAHR MIT MIR. Potenzielle Nutzergruppen sind Verbände und Organisationen aus Nordfriesland und allen Regionen, die diese App nutzen wollen. Hauptansprechpartner für dieses Projekt sind das Ev. Kinder- und Jugendbüro Nordfriesland und das Landesjugendpfarramt der Nordkirche. Auch ein Einsatz außerhalb der klassischen Jugendarbeit ist denkbar, z.B., wenn ländliche Fahrgemeinschaften gemeinsam zu einem Event fahren oder es bei überregionalen Veranstaltungen eine Schnittstelle der Teilnehmer zur FAMIMI-App gibt, um gemeinsame Anreisen und Abreisen planen zu können. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland mit ihren 13 Kirchenkreisen hat mit ihrem Klimaschutzgesetz ein klares Ziel vor Augen: Die Nordkirche will bis zum Jahr 2050 klimaneutral sein. Dazu soll der CO2-Ausstoß in den Bereichen Gebäude, Mobilität und Beschaffung kontinuierlich gesenkt werden. Mit der App soll im Bereich der Mobilität eine neue Mobilitätsform angeboten werden, deren Nutzung Spaß macht und zu vermehrter Begegnung und Beteiligung führt. Im Vordergrund steht hierbei aber der Wunsch nach einer deutlichen Einsparung von CO2 im Verkehrssektor, da Einzelfahrten reduziert werden können. Primär geht es darum, Jugendlichen und Ehrenamtlichen ein neues Mobilitätsangebot zu schaffen und dabei entstehen zwei positive Effekte: Es wird einerseits ein ganz konkreter Beitrag zum Abbau von CO2-Emissionen geleistet (da durch gemeinschaftliche Nutzung Fahrten vermieden bzw. reduziert werden) und andererseits die Teilhabe-Möglichkeiten für Jugendliche und Ehrenamtliche (im ländlichen Raum) erhöht. Ziel des Vorhabens ist es also, das bürgerschaftliche Engagement in Vereinen, sowie die Vernetzung und den sozialen Zusammenhalt unter den jungen Menschen, zu stärken und einen Beitrag zur Daseinsvorsorge zu leisten. Vereine beklagen sich oft über fehlende junge Mitglieder, aber mit diesem alternativen Mobilitätskonzept, werden die Möglichkeiten zur Teilnahme und Teilhabe erleichtert und vereinfacht werden. Darüber hinaus soll durch die Vermeidung von doppelten Fahrten ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Durch Gamification-Elemente in der App werden sich die jungen Menschen spielerisch mit Themen der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes auseinandersetzen. Dabei entsteht ein Lerneffekt, der zudem noch Spaß bringt. Gamification-Elemente sind speziell auf Jugendliche abgestimmte, spielerische Elemente in der App, die bei der Entwicklung inkludiert sind und einen spielerischen Zusatznutzen bringen. Es geht bei der Mitfahrapp auch darum, Fahrten einzusparen und dadurch den CO2- Verbrauch zu minimieren. Die Gamification-Elemente sollen hierfür einen Anreiz setzen. So soll beispielhaft als Gamification-Element ein digitaler Baum entstehen: Für jeden Mitfahrer / für jede Mitfahrt gibt es einen Punkt und jeder Punkt lässt einen individuellen digitalen Baum als Symbol für den Klimaschutz wachsen …