Dannewerk
Bildung | Kultur
10. August 2020
64.381,00 €
davon 29.335,00 € gefördert
Ausgangslage:
Die Partner im Verein Danewerk/Haithabu e.V. engagieren sich seit längerem für eine Inwertsetzung des denkmalgeschützten UNESCO-Welterbes Haithabu und Danewerk in allen 15 Anliegergemeinden. In der Vergangenheit wurden bereits zahlreiche Projekte mit und ohne Förderung durch die AktivRegion durchgeführt. Neben dem Wikinger Museum Haithabu ist der Bereich um das Danevirke Museum mit dem Archäologischen Park eine touristische Kernzone. Im „Archäologischen Park“ in der Gemeinde Dannewerk werden der Hauptwall, die Waldemarsmauer, die Feldsteinmauer, das Tor im Danewerk, die Schanze 14 und der Burgwall Thyraburg als Gemeinschaftsprojekt des Kreises Schleswig-Flensburg, des Archäologischen Landesamtes Schleswig-Holstein (ALSH) und der dänischen Minderheit (SSF) touristisch erschlossen.
Im Archäologischen Park stellt die Waldemarsmauer das Besucher-Highlight dar. Es handelt sich um eines der ältesten Ziegelsteinbauwerke Nordeuropas. Im Zeitraum 2017 bis 2019 wurde der freigelegte Teil der 4 km langen Waldemarsmauer, ca. 80 Meter, restauratorisch untersucht und erste Sicherungsmaßnahmen wurden durchgeführt. Die Waldemarsmauer hat besonders durch die über Jahrhunderte andauernde Nutzung als Steinbruch gelitten und ist daher nur noch als Ruine erhalten. Seit Mai 2019 führt der Kreis Schleswig-Flensburg, als Eigentümer der Waldemarsmauer, das Projekt „Sanierung und Restaurierung der Waldemarsmauer“ mit finanzieller Unterstützung des Landes durch. Bestandteil dieses Projektes sind sowohl restauratorische Arbeiten sowie die Planungsleistung für die langfristige Sicherung und Besucherlenkung. Dieses Projekt wird voraussichtlich Ende 2020 abgeschlossen. Diese Maßnahmen im Archäologischen Park sind nicht Bestandteil des Antrags (siehe Anhang Flächenabgrenzung); sie sind dennoch zu berücksichtigen.
Zudem sei darauf hingewiesen, dass ein Flurbereinigungsverfahren Danewerk voraussichtlich Mitte 2020 eröffnet wird. Es hat zum Ziel denkmal- und naturschutzfachliche sowie touristische Entwicklungspotentiale im Kernbereich sowie unmittelbaren Umgebungsbereich des Welterbes zu heben.
Entwicklungsziele:
Es sind folgende Probleme benannt:
Es sollen in Abstimmung zwischen Planer, Gemeinde, Projektpartnern und sonstigen relevanten Akteuren Planungen (Freiraumkonzept) geleistet werden, die die folgende Ziellandschaft berücksichtigt:
Das Projekt beinhaltet Maßnahmen der Zugänglichkeit, Kommunalentwicklung, Besucherlenkung, Erhaltung und Vermittlung (Bildung). Es ist daher an eine breite Öffentlichkeit und diverse Zielgruppen gerichtet. Dies umfasst auch die Einbindung von Minderheiten (Dänen) und die Berücksichtigung von möglichst barrierearmen Bewegungsräumen und Vermittlungsangeboten (bspw. leichte Sprache).
Wirkung der Maßnahme:
Haithabu und Danewerk sind gemeinsam als UNESCO-Welterbe eingetragen. Die Kooperationspartner möchten die touristischen und die kommunalen Entwicklungsmöglichkeiten des Welterbes zügig voranbringen. Das Projekt knüpft an etliche LEADER Projekte an.
Durch die mediale Aufmerksamkeit als UNESCO-Welterbe wirkt das Projekt sich nicht nur lokal und regional aus, sondern auch landes-, bundesweit und international. Das Danewerk (vor allem dessen Bedeutung im 19. Jh.) hat einen großen kulturhistorischen Wert und ist generationenübergreifend ein touristischer Anziehungspunkt für dänische Touristen. Dies zeigt sich auch am anliegenden Danevirke Museum, das vom Sydslesvigsk Forening (SSF) betrieben wird. Für den SSF und die dänische Minderheit ist der Museumsbetrieb ein wichtiges kulturpolitisches Arbeitsgebiet. Das Danevirke Museum ist eine in den Museumslandschaften beider Grenzregionen fest verankerte Institution.