Bürgermeister Andreas Gerckens hat das Projekt angestoßen, nachdem die Anlage nach einer Freilegung 1994 einige Zeit in Vergessenheit geraten und vollständig zugewuchert war. Gerüchte besagten, so der Bürgermeister, dass früher Feldsteine der alten Burganlage im Dorf verbaut worden seien. Eingebettet ist die archäologische Erschließung in ein Gesamtkonzept, das den Hamburger Naherholungsraum aufwerten und das nahe Café Stegen, Rad- und Wanderwege sowie den historischen Alster-Trave-Kanal einbinden soll, der unmittelbar an der Burgstelle entlang fließt und 2024 Jubiläum feiert: 1524 wurde der Vertrag geschlossen, um die Wasserstraße anzulegen. Auch Paddeln auf der Alster, der Barockpark in Jersbek oder das Herrenhaus Borstel sind Eckpunkte der Naherholung. Denkbar seien weiter ein Wanderparkplatz, die Anbindung an den Alsterwanderweg und an das Naturschutzgebiet Nienwohlder Moor. Eine Inlineskater-Bahn, Beschilderung, eine Anlegestelle für Kanus und gastronomische Angebote in Verbindung mit dem nahen Hofladen kommen dazu. Die Schaffung von Spielstationen am Wegesrand könnten das Gebiet für Familien zusätzlich attraktiv machen. „Die Maßnahme kostet zwischen 600.000 und 700.000 Euro“, erläutert Gerckens, „das kann die Gemeinde alleine nicht zahlen. Deshalb bewerben wir uns um Fördermittel.“ Eine erste Zusage über 53 Prozent ist vom Land Schleswig-Holstein gekommen. „Geplant ist hier ein digitaler Lehrpfad als Pilotprojekt in Schleswig-Holstein.“ KuLaDig ist die Abkürzung für „Kultur. Landschaft. Digital.“ – ein Informationssystem über die Historische Kulturlandschaft und das landschaftliche Kulturelle Erbe, das gesichert und digital abgerufen werden kann. Die Datenbank befindet sich im Aufbau, und Bargfeld-Stegen ist ganz vorne mit dabei. Touristen sollen künftig nicht nur an historischer Stätte wandern, Radfahren und picknicken, sondern auch per App am Lehrpfad kulturhistorische Informationen über die Burg abrufen können.