Integriertes Klimaschutzkonzept Kreis Dithmarschen „IKK Dithmarschen 2030“

Förderprogramm & Schwerpunkt
Aktivregion
Thema

Klima- & Naturschutz

Projektlaufzeit

09.2020-08.2021

Gesamtkosten
Projektbeschreibung

2020 – Erstellung eines aktuellen Integrierten Klimaschutzkonzeptes durch ein externes Büro

 

Ausgangslage

Der Kreis Dithmarschen betätigt sich seit langem im Bereich Klimaschutz. Durch den starken Ausbau der Erneu erbaren Energien (vor allem Windenergie) seit den 1990er Jahren trägt Dithmarschen maßgeblich zur Energie wende in der Bundesrepublik bei. Nach Erstellung eines Leitbildes für die Energieregion Dithmarschen (2011) und dessen Übernahme in die Strategie des Kreises, wurde der Kreis als "100-%-ee-region" anerkannt. Aufgrund der hohen Stromüberschüsse im Verhältnis zum Verbrauch (341 % EEG-Strom; Stand: August 2015) darf sich Dithmarschen sogar als "100-%-ee-plus-region" bezeichnen. Des Weiteren wurde ein über die Kommunalrichtlinie gefördertes Integriertes Klimaschutzkonzept (IKK/2013) er stellt, dessen Umsetzung durch ein über die Kommunalrichtlinie gefördertes Klimaschutzmanagement im Erst und Anschlussvorhaben gefördert wurde (von 02/2015 bis 01/2020). Die Stelle des Klimaschutzmanagements beim Kreis wurde inzwischen verstetigt. Städte und Ämter im Kreisgebiet haben bislang keine eigenen, für die Entwicklung oder Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen bestimmten Stellen.

Projektziele

Es soll eine gemeinsame Grundlage geschaffen werden für zukünftige Maßnahmen im Bereich Klimaschutz. Im Rahmen der Erstellung des neuen IKK soll ein übergeordnetes Ziel definiert werden, welches der Kreis im Be reich Klimaschutz anstrebt. Dies kann sich in Treibhausgasminderungen, aber z. B. auch in verringertem Ener giebedarf, geringerem Ressourcenverbrauch oder ähnlichem ausdrücken. Die im ersten IKK definierten Hand lungsfelder sollen im Rahmen der Erarbeitung des neuen IKK ausgeweitet und angepasst werden insbesondere unter Berücksichtigung aktueller Rahmenbedingungen. Im IKK sollen Zielpfade erarbeitet werden, die kurz-, mittel- und langfristige Ziele und Meilensteine je Handlungs feld definieren. Um diese Ziele zu erreichen sollen Maßnahmen erarbeitet werden. Die Umsetzung dieser Maß nahmen soll zur Minderung von CO2-Emissionen, Nutzung Erneuerbarer Energien oder dem Schutz der Ressour cen beitragen. Dies soll unter frühzeitiger Einbindung aller relevanten Akteure und ein gemeinsames Erarbeiten der Maßnahmen geschehen, um so die Akzeptanz und anschließende Umsetzungsquote der Klimaschutzmaß nahmen zu erhöhen

Wirkung der Maßnahme

Das Vorhaben wirkt sich auf das gesamte Kreisgebiet aus. Durch die koordinierende Rolle, die der Kreis bei der Erstellung des IKK übernimmt, und die frühzeitige Einbeziehung der relevanten Akteure, wird ein gemeinsames Verständnis und ein gemeinsames Ziel für das Handeln im Bereich des Klimaschutzes im Kreisgebiet geschaffen. Die Kommunen, die bislang über keine eigenen KSM-Stellen verfügen, werden durch das Kreis-KSM in die Erstel lung einbezogen und unterstützt. Das abgestimmte IKK kann im Anschluss auch auf kommunaler Ebene als Ar beitsgrundlage für Klimaschutzkonzepte und -maßnahmen dienen. Die Pflege und auch Erweiterung des Netz werkes des Klimaschutzmanagements soll helfen, Ideen und Erfahrungen im Bereich Klimaschutz zu verbreiten und die Zusammenarbeit der Kommunen und weiterer Akteure stetig zu fördern.

Projektinhalt

Das Konzept soll folgende Bausteine enthalten:

  •  Treibhausgasbilanz erstellen
  • Potentiale ermitteln
  • Szenarien erstellen (Standard / Klimaschutz), Zielpfade darstellen
  • Handlungsfelder definieren 
  • Akteure beteiligen (Workshops, Arbeitskreise, direkte Gespräche, weitere Formate) 
  • Maßnahmen erarbeiten 
  • Vorstellung in politischen Gremien

Ziel der Maßnahme ist es, eine gemeinsame, strategische und langfristige Handlungsgrundlage für die Umset zung von Klimaschutzmaßnahmen im Kreisgebiet zu schaffen.