
Bleeck 17-19
24576
Bad Bramstedt
Bildung | Soziales & Integration
2017, 2018
Es wird die Förderung für zwei Kooperationserzieher/innen inkl. Sachkosten im Rahmen dieses Pilotprojektes für zwei Jahre in Teilzeit beantragt. Der Schulverband Bad Bramstedt wird einen externen Träger mit der Umsetzung beauftragen. Die Kooperationserzieher/innen werden in der zweijährigen Pilotphase in 14 Kitas und vier Grundschulen tätig sein. Eine noch zu bildende Lenkungsgruppe wird die Auswahl der einzubeziehenden Kindertagesstätten und Schulen vor dem Projektstart vornehmen.
Ausgangslage
Aus der Initiative "Anschwung – für frühe Chancen" sind ab 2012 verschiedene Projekte, wie z.B. das Interkulturelle Elterncafé, hervorgegangen. Ein weiteres Projekt, das durch eine trägerübergreifende Arbeitsgruppe ausformuliert wurde, ist die Erprobung von Kooperationserziehung in den Grundschulen und noch festzulegenden Kindertagesstätten im Gebiet des Schulverbandes. Das Projekt reagiert auf Defizite, die bei Kindern im Übergang von Kindertagesstätte in die Schule auftreten. Es sei daran erinnert, dass eine Zurückstellung des Jahres der Einschulung rechtlich nicht mehr möglich ist. Der Übergang von der Kita zur Schule stellt für die meisten Kinder und Familien eine große Herausforderung dar. Es werden neue Bekanntschaften aufgebaut, die Rolle des Kindes in der Schule verändert sich. Neue Strukturen und andere Anforderungen können Freude und Begeisterung in den Kindern auslösen – sie aber gleichzeitig auch verängstigen. Ein erfolgreicher Übergang von der Kita in die Schule ist für die weitere Entwicklung des Kinders von großer Bedeutung und für die Beteiligten eine wichtige Aufgabe. Ein Kind benötigt Vertrauen, Sicherheit und eine gute Anleitung. Wichtig dabei ist, auf die verschiedenen Bedürfnisse der Kinder individuell eingehen zu können. Ein/e Kooperationserzieher/in trägt als pädagogische Begleiterin dazu bei, eine verlässliche Verbindung zwischen Kita, Schule und ggf. den Eltern herzustellen. Diese Person bietet Kindern bei Bedarf Unterstützung und Hilfestellung bei Entwicklungsaufgaben, die die Kinder während der Übergangsphase zu bewältigen haben. Durch das frühe Kennenlernen des Kindes im Kindergarten verfügt der/die Kooperationserzieher/in über umfangreiches Wissen der einzuschulenden Kinder und stellt somit eine wichtige Ansprechperson für diese und die Lehrer dar (Februar bis August des letzten Kita-Jahres). Da der/die Kooperationserzieher/in nur im ersten Halbjahr die Schulanfänger begleitet (August bis Januar), ist seine/ihre zeitliche Einwirkung im Bereich Schule klar umgrenzt. Zum Ende des ersten Halbjahres werden zwischen Schulsozialarbeiter und Kooperationserzieher/in Übergabegespräche geführt, um Kinder mit besonderem Bedarf weiter professionell begleiten zu können. Das Aufgabenprofil des/der Kooperationserziehers/in ist aber maßgeblich von den zu besuchenden Institutionen abhängig und im Einzelfall festzulegen. Es werden von der Lenkungsgruppe (Zusammensetzung siehe Anlage) zunächst die in der Pilotphase teilnehmenden Einrichtungen ausgewählt. Die Kindertageseinrichtungen bestimmen dann die Kinder, die von einem/r Kooperationserzieher/in begleitet werden sollen.
Zusammensetzung Schulverband
Der Schulverband Bad Bramstedt, dem die Stadt Bad Bramstedt und die Gemeinden Bimöhlen, Föhrden-Barl, Fuhlendorf, Hagen, Heidmoor, Hitzhusen, Mönkloh, Weddelbrook und Wiemersdorf angehören, ist Schulträger für insgesamt 4 Grundschulen, die Gemeinschaftsschule Auenland und die Bramau-Schule (Förderzentrum). Die Stadt Bad Bramstedt unterhält als Schulträger die Jürgen-Fuhlendorf-Schule, Gymnasium und Europaschule, deren Einzugsbereich sich bis in Teile des Kreises Steinburg erstreckt.
Kosten
Die Kosten für das Projekt betragen: 150.000,00 Euro. Die Kosten beinhalten den externen Auftrag an einen Träger und damit die Kosten für zwei Teilzeitstellen für zwei Jahren und die in diesem Zeitraum anfallenden Sachkosten. Umsatzsteuer wird wegen des Bezugs zu Schule und Jugendhilfe nicht anfallen. Die Stadt Bad Bramstedt und voraussichtlich eine weitere Gemeinde des Schulverbandes beteiligen sich finanziell mit je 3.000,00 Euro an der Umsetzung der Maßnahme.
Entwicklungsziele
Mit dem Projekt soll allen Kindern der Übergang von der Kita in die Schule erleichtert werden. Jedes Kind soll im Rahmen seiner Fertigkeiten, Resilienzen und Ressourcen bestmöglich auf den Übergang in die Schule vorbereitet werden. Entwicklungs- und Förderungsbedarf, Ressourcen und soziale Problemlagen sollen frühzeitig erkannt und Startschwierigkeiten in der Grundschule minimiert werden. So wird erstmals ein intensiverer Kontakt zwischen Kita und Grundschule hergestellt und ein Austausch/Abgleich über die Erwartungen und Anforderungen gewährleistet.
Evaluierung
Jeweils im Januar (Ende der Schulphase) und im August (nach Abschluss der Kindergartenphase) erstellen die Kooperationserzieher/innen einen Bericht über ihre durchgeführten Tätigkeiten und leiten diesen an die Verwaltung (Koordinierungsstelle) weiter. Die Kita-Leitungen fertigen spätestens bis 4 Wochen vor Beginn der Sommerferien einen Bericht über die Arbeit der Kooperationserzieher/innen, die im laufenden Halbjahr in der jeweiligen Einrichtung tätig gewesen sind. Die Berichte sind der Verwaltung bis zwei Wochen vor den Sommerferien zuzuleiten. Die Schulleitungen fertigen einen Bericht über die Arbeit des/der ihr zugewiesenen Kooperationserzieher/in und leiten diesen bis Jahresende an die Verwaltung weiter.
Wirkung der Maßnahme
Im Rahmen des Pilotprojektes ist zu untersuchen, inwieweit sich die Arbeit der Kooperationserzieher/innen bewährt hat. Eine gute Grundlage hierfür bietet die regelmäßig stattfindende Evaluierung und Dokumentation der Arbeit (s. oben). Bei erfolgreichem Abschluss der Pilotphase soll die Arbeit der Kooperationserzieher/innen verstetigt werden.