Fördergegenstand sind die Personalkosten für einen neu zu schaffenden Minijob als Dorfkümmerer/-in. Arbeitgeber ist die Gemeinde Hartenholm.
Ausgangslage
In der rund 1.900 Einwohner großen Gemeinde Hartenholm sind in den letzten Jahren wichtige Grundversorgungsangebote verloren gegangen. Sowohl familiäre als auch dörfliche Versorgungsstrukturen brechen nach und nach weg. Exemplarisch aufgeführt sei das Schließen inzwischen sämtlicher gastronomischer Betriebe (bis vor kurzem noch 2, vor etwas längerer Zeit sogar 3). Insbesondere für ältere Dorfbewohner/-innen oder sonst wenig mobile Personen bedeutet das Wegbrechen dieser Strukturen eine erhebliche Erschwernis.
Entwicklungsziele
Die Gemeinde Hartenholm möchte einen Kümmerer/eine Kümmerin einstellen, der/die den Kontakt zu vorgenanntem Personenkreis aufnimmt. Er/sie soll quasi als Anlaufstelle, Impulsgeber und Organisator fungieren, um Angebote und potentielle Nutzer zusammen zu bringen, somit quasi als Vermittler zwischen Hilfeanfragen und Hilfeangeboten fungieren. Der Sozialausschuss der Gemeinde hat bereits Vorstellungen zu einem konkreten Aufgabenbereich definiert:
1 x wöchentlich feste Sprechzeiten in einem ebenerdigen/behindertengerechten Raum
Unterstützung bei Einkäufen, Behördengängen, Anträgen, Arztbesuchen etc.
Besuche und Spaziergänge für ältere und evtl. vereinsamte Menschen
Unterstützung für junge Familien bei Krankheitsfällen, z.B. sichere Begleitung der Kinder zum Kindergarten
Hilfe zur Selbsthilfe
Organisation von Hilfe
Diese Auflistung ist exemplarisch.
Wirkung der Maßnahme
Mit dem Projekt wird in der Gemeinde das Modell des Kümmerers / der Kümmerin erprobt. Es wird eine geringfügige Beschäftigung im ländlichen Raum geschaffen. Durch die Aktivitäten und Angebote des Kümme-rers/Kümmerin werden neue Begegnungen sowie Treffen ermöglicht und Betreuungsangebote für ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen geschaffen. Die Gemeinschaft wird gestärkt.