
Leck
Klima- & Naturschutz | Tourismus & Freizeit
9. September 2020
166.707,00 €
davon 63.000,00 € gefördert
Projektziele:
Projektbeschreibung:
Die Sportfluggruppe Leck gründete sich 1961 zunächst als Betriebssportgruppe der Bundeswehr. Nach der Schließung des Nato-Flugplatzes 1993 wechselte die Sportfluggruppe Leck auf das jetzige Gelände nördlich der Bundeswehrliegenschaften, wo den Fliegern eine ca. 800m lange Graspiste und den Segelfliegern eine 1.000/1.200m lange Schleppstrecke zur Verfügung stehen.
Im Zuge der Konversion des 322ha großen Flugplatzgeländes wies die Landesplanung 110ha der Fläche als FFH-Gebiet aus. Diese Fläche, auf der sich auch das Vereinsgelände der „Sportfluggruppe Leck e.V.“ mit allen Landebahnen befindet, liegt nun zusätzlich in einem Naturschutzgebiet, das die Unterhaltung der Flächen stark einschränkt und eine Nutzung nur noch bis 2024 erlaubt. Danach wird die ehemalige Landebahn der Natur übergeben.
Für den Fortbestand des Vereins ist folglich die Neuanlage einer Grasbahn als Landefläche für Flugzeuge notwendig. Diese Grasbahn, auf der Fluggeräte mit einem Gewicht von bis zu 2t landen können, soll im anderen Teil des Flugplatzgeländes liegen (220ha), der nicht als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist und für den im Rahmen der Konversionsplanung schon seit vielen Jahren verschiedene Nutzungsvorschläge erarbeitet wurden.
Hierzu zählen u.a. die Ansiedlung von Gewerbe in einem „Gewerbepark Südtondern“ (40ha), die Nutzung von bestehenden Bunkern für Rechenzentren und die Nutzung bestehender Hallen/Shelter für die Ansiedlung von flugaffinen Firmen und Dienstleistern. Hierzu gibt es weit fortgeschrittene Planungen für die Errichtung eines „Fly-In-Village“, bei dem Besucher mit ihrem eigenen Flugzeug anreisen und direkt auf dem Flugplatzgelände in neu errichteten Ferienunterkünften wohnen. Von hier aus können dann (auch per Flugzeug) weitere Ausflüge in die umliegende Region (nordfriesische Inseln, Dänemark) unternommen werden. Dies ein starker Sekundäreffekt der Neuanlage der Graslandebahn und spricht eine touristische Randgruppe an.
Unlängst wurde in einem Pilotprojekt auch der Einsatz von unbemannten Drohnen untersucht. Ihre Einsatzmöglichkeiten sind weiträumig und sowohl in der Distribution, der Versorgung der Inseln und Halligen (z.B. mit Medikamenten, Blutplasma), der Seenotrettung, bei Sichtkontrollen von Windkraftanlagen oder in der Landwirtschaft denkbar. Perspektivisch wird bereits an einen regulären Flugshuttlebetrieb zwischen den Flugplätzen Leck und Westerland (Sylt) gedacht. Hier erschließt sich zudem eine weitere touristische Nutzung, z.B. in Form von Rundflügen. Zudem wurde dem Standort „Flugplatz Leck“ von der Firma Pipistrel, einem slowenischen Flugzeughersteller für Ultraleichtflugzeuge, angeboten, als Markenbotschafter für deren Elektroflugzeuge zu fungieren. Einhergehend damit ist beabsichtigt, die Fluggerätemechaniker der Firma FLM Aviation Luftverkehrsgesellschaft Mohrdieck am Standort Leck ausbilden zu lassen und hier auch die Wartung von Elektroflugzeugen zu übernehmen. Auch hierfür ist die Anlage einer neuen Grasbahn unabdingbar.
Die elektrische Fliegerei wird für die Region ein wichtiges Zukunftsthema sein: Nicht nur, was die Anreise potentieller Besucher der Region angeht, sondern auch bezüglich touristischer Nutzungen (Rundflüge und Besuche von Inseln (und zwar klimaneutral mit Elektroflugzeugen)).
Neben der Anlage der Grasbahn strebt der Verein im Sinne der Nachhaltigkeit an, zum ersten „Null-Emissions-Flugplatz“ Deutschlands zu werden. Langfristig sollen die Motorflugzeuge durch elektrische Maschinen ersetzt werden. Ladesäulen für Elektroflieger…