Sophien-Magdalenen-Koog 8
25821
Reußenköge
Gemeinschaft & Begegnung | Tourismus & Freizeit
23.08.2022
100.765,00 €
davon 50.000,00 € gefördert
Die Gemeinde Reußenköge hat in den letzten Jahren einen deutlichen Zuwachs von Familien mit Kindern verzeichnet. Zurzeit leben 45 Kinder im Alter bis 16 Jahre, davon 28 bis 6 Jahre alt in der Gemeinde. Viele Eltern haben auf Grund des fehlenden Angebotes in der Gemeinde auf einer Einwohnerversammlung und bei den Bürgerbeteiligungen zur Erstellung eines Ortskernentwicklungskonzeptes bei der Gemeinde Reußenköge einen Antrag auf Errichtung eines Spielplatzes gestellt. Da es bisher keine Spielmöglichkeit für Kinder und Jugendliche in der Gemeinde gibt, müssen die Eltern mit ihren Kindern mit dem Auto zu entsprechenden Spielplätzen fahren (u.a. nach Sankt Peter-Ording). Um dem Anliegen der Eltern entgegen zu kommen und den Kindern eine Spielgelegenheit vor Ort zu bieten, und auch Besuchern eine Aufenthaltsmöglichkeit mit ihren Kindern zu geben, wurde die Errichtung eines Spielplatzes beschlossen, der auf dem Gelände bei der Koogshalle im Sophien-Magdalenen-Koog entstehen soll. Die Gemeinde sieht die Gemeinschaft im Vordergrund. Da die Kinder in unterschiedlichen Kindergärten sind oder Schulen an verschiedenen Orten besuchen, möchte die Gemeinde einen gemeinsamen Erlebnis- und Begegnungsort schaffen, an dem sich die Kinder der Gemeinde treffen können. Aus diesem Grund wurde auch die Fläche bei der Koogshalle ausgewählt, da der Mittelpunkt der Gemeinde sich immer schon bei und an der Koogshalle ausgerichtet hat. Als Zielgruppe sind in erster Linie alle Kinder jeden Alters der Gemeinde angesprochen. Der Spielplatz soll aber auch gemeinde- und amtsübergreifend von allen Kindern genutzt werdenkönnen. Auch als Picknickplatz, als Zwischenstopp zum Badestrand Lüttmoorsiel bzw. zur Hamburger Hallig kann dieser Platz auch von Touristen (mit ihren Kindern) aufgesucht werden. Des Weiteren sind auf dem Gelände der Koogshalle öffentliche Toilettenvorhanden, die immer zugänglich sind. In der Gemeinde werden bereits seit über 30 Jahren erneuerbare Energiequellen eingesetzt: Zunächst Windkraft und später dann auch Photovoltaik und Biogas. So entstand der Gedanke diesen Aspekt bei der Errichtung des Erlebnisplatzes einfließen zu lassen. Aus diesem Grund soll ein Wasserspielgerät errichtet werden, das mit Strom aus einem Photovoltaikmodul betrieben wird. Damit soll den Kindern spielerisch vermittelt werden, wie erneuerbare Energien (Wind- und Solarenergie) entstehen und zu was diese genutzt werden können. Auf kindgerechten Infotafeln soll den Besuchern die Entstehung und Nutzung von erneuerbarer Energie erklärt werden. Spielplätze mit dem Thema „Erneuerbare Energien“ gibt es im Bundesgebiet kaum, in Schleswig-Holstein gar nicht. Die Erneuerbaren Energien sind der Grundgedanke bei der Errichtung des Erlebnisparks. Es wird aber ein kompletter Spielplatz werden, der neben der (vorhandenen) Grillhütte und schon vorhandener Sandkiste einen Kleinkinderbereich mit einer Matschanlage, einem barrierefreien, niedrigeren Matschtisch und dem erwähnten Wasserspielgerät haben wird. Die Wasserzufuhr hierfür erfolgt durch eine Pumpe, die Strom von einem PV-Modul erhält. Das Wasser wird über einen Tank bereitgestellt. Dieses Modul können die Kinder mittels einer Kurbel mit einem Rolladen verschatten, so dass dann kein Wasser mehr fließt. Dann soll es eine Spielkombination mit zwei Türmen, einer Hängebrücke, Rutsche, Seilkonstruktionen und verschiedenen Klettermöglichkeiten geben. An dieser Kombination soll sich der Absprungspunkt für eine ca. 30 Meter lange Seilbahn befinden. Diese endet vor einem Hügel in Form eines Deiches. Auf der steilen Seite des Deiches sollen Rutschen installiert werden, die flache Seite kann im Winter als Rodelbahn genutzt werden. Des Weiteren ist ein Schaukelgerüst geplant. Es ist geplant, dass später weitere Spielplatzgeräte – sowie barrierefreie Spielelemente – hinzukommen, vor allem wenn sich zeigt, dass der Spielplatz gut akzeptiert wird. Die Gemeinde möchte in Zukunft auch eine kleine Windmühle errichten, um die Entstehung von Strom aus Wind zu verdeutlichen…