Gemeinschaft & Begegnung
2017
Das jahrelange Planen und Warten hat ein Ende: Die Baustelle für das neue Dorfgemeinschaftshaus, das an der Straße Spanngrund errichtet werden soll, ist eingerichtet. Erste Erdarbeiten haben bereits begonnen. Wie groß der Neubau einmal sein wird, ist vor Ort bereits zu erkennen. Das Zepter auf der Baustelle haben die Mitarbeiter des Meldorfer Unternehmens Marcussen in der Hand. Sie werden das rund 1,1 Millionen Euro teure Neubauvorhaben auch in der kommenden Zeit bis zur Vollendung des Rohbaus begleiten. Involviert ist ebenso Ostrohes Bürgermeister Harald Sierks. Er ist seit seinem Amtsantritt im Juni 2018 als Nachfolger Martin Nienhüsers mit dem Thema befasst, doch um das geplante Multifunktionshaus für das Dorf wird schon länger gerungen: Erstmals kam das Vorhaben im Bauausschuss Mitte November 2016 auf den Tisch. „Ich bin froh, dass es endlich losgeht, zumal es ja bereits einige Verzögerungen gab“, sagt Sierks. Das Leitprojekt im Rahmen der 2017 abgeschlossenen Dorfentwicklung soll für die 950-Seelen-Gemeinde vor den Toren Heides eine zentrale Rolle spielen. Und es könnte neben dem geplanten Neubaugebiet die demografische Entwicklung möglicherweise günstig beeinflussen. Deshalb stehen auch Fördermittel zur Verfügung. Wie der Bürgermeister weiter berichtet, fließen maximal 450 000 Euro aus Mitteln des Landes und des Bundes im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) ein. Die inzwischen bewilligten Gelder sind abhängig von der technischen Ausstattung. Dazu muss ebenfalls das energetische Konzept passen. Beides ist der Job von Fachfrau Silke Zanter, deren Bauplan eine transparente und multifunktionale Architektur vorsieht: Zur neuen Begegnungsstätte sollen unter anderem ein großer Versammlungssaal, ein Sitzungsraum, der auch für Veranstaltungen genutzt werden kann, zwei Abstellräume sowie eine Küche gehören. Integriert ist zudem ein Büro, das sich Harald Sierks und der seit März amtierende neue Dorfkümmerer Hans Detlef Peters teilen werden. Letzterer ist zunächst für drei Jahre eingestellt und ist Ansprechpartner für die Nutzer des Hauses, und die sollen im wesentlichen Vereine und Organisationen aus dem Ort sein. Aber auch private Gruppen können den Treffpunkt mieten, etwa für Familienfeste. Eine Terrasse mit Ausrichtung zum benachbarten Fußballplatz des OSC sowie eine Ladestation für Elektrofahrräder runden die Struktur ab. Bauherrin und Trägerin des Treffpunkts ist die Kommune, die ihren Förderantrag mit Unterstützung der Entwicklungsagentur Heider Umland und der Aktivregion Dithmarschen erfolgreich auf den Weg gebracht hat. „Das ist alles gut verlaufen, und auch baurechtlich sind wir auf der sicheren Seite“, sagt Bürgermeister Sierks. „Es sind alle Genehmigungen erteilt, die für die Errichtung des Neubaus nötig sind.“ Mit der Inbetriebnahme des Dorfgemeinschaftshauses wird in der ersten Jahreshälfte 2021 gerechnet. – Quelle: Region-Heide.de