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Garding
Mobilität
22.03.2017
230.808,00 €
davon 88.773,00 € gefördert
Ausgangslage
Ende 2014 haben sich die Stadt Garding sowie die angrenzenden Gemeinden Grothusenkoog, Katharinenheerd, Osterhever, Poppenbüll, Tetenbüll, Vollerwiek, Welt und Westerhever zum Kooperationsraum Mittleres Eiderstedt (KRME) zusammengefunden und Anfang 2015 eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. ZIel ist, unter Wahrung der kommunalen Eigenständigkeit, in wichtigen Themenbereichen langfristig und eng zusammenzuarbeiten, um Kräfte zu bündeln, die Wahrnehmung des Gesamtraums nach außen hin zu stärken und die Lebensqualität zu sichern.
Garding als Versorgungszentrum des Kooperationsraums verfügt über eine nahezu vollständige Ausstattung mit Angeboten der Daseinsvorsorge. Von den übrigens Gemeinden des Kooperationsraums verfügen nur Tetenbüll mit Kindergarten, Grundschul-Außenstelle und Pflegenheim sowie Osterhever mit einem weiteren Pflegeheim über eine eigenständiges Angebot.
Garding ist über die Bundesstraße 202 und den stündliche angebundenen Bahnhaltepunkt mit öffentlichen und privaten Verkehrsmitteln auf regionaler Ebene gut erreichbar. Die übrigen gemeinden (bis auf Katharinenheerd, das ebenfalls an Bahn und Bundesstraße liegt) sind bislang praktisch nur im Rahmen des Schülervekrehrs per ÖPNV angebunden. Vormittags, abends, an Wochenenden und in den Ferien sind diese Gemeinden i.d.R. nicht mit öffenltich zugänglichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Sowohl die wachsende Gruppe der Älteren als auch Kinder und Jugendliche haben daher Probleme, Einkaufs-, Bildungs-, Arbeits- und Freizeitziele sowie soziale treffpunkte zu erreichen. Insgesamt weist der Kooperationsraum knapp 5.000 Einwohner auf, gut die Hälfte davon wohnt im Versorgungszentrum Garding. Stadt und Umland sind stark aufeinander angewiesen: Die kleineren Gemeinden benötigen angesichts des fehlenden Angebots vor Ort die Nahversorgungsangebote in Garding. Gardinger Unternehmen und Institutionen sind dagegen auf die zusätzliche Kaufkraft und Nachfrage aus dem Umland und von Touristen angewiesen, da aufgrund der geringen Größe der Stadt sonst vieles nicht mehr wirtschaftlich aufrecht zu erhalten wäre.
Die Etablierung eines Rufbussystems soll hier ansetzen und zusätzlich das touristische Potenzial der Region besser ausschöpfen. So bietet ein Rufbus die Chance, touristische Ziele abseits der Hauptverkehrsachsen für neue Zielgruppen zugänglich zu machen, Kaufkraft zu erschließen und den angestrebten nachhaltigen Tourismus im Bereich des Nationalparks Wattenmeer zu unterstützen. Er verbessert zudem die Erreichbarkeit der über die gesamte Region verbreiteten Ferienhäuser und -wohnungen für Feriengäste, die mit der Bahn anreisen.
Zielsetzung
Stärkung kooperativer Initiativen zur nachhaltigen Sicherung und Erreichbarkeit der Daseinsvorsorge.
Maßnahme
Zur besseren Einbindung der Gemeinden der Kooperationsraums Mittleres Eiderstedt in den ÖPNV soll der Rufbus als Bedienungsform getestet werden. Der Rufbus Eiderstedt fungiert als Pilotvorhaben für ein kreisweit geplantes Rufbusvorhaben. Die Ergebnisse des Pilotprojektes kommen zum einen dem Kreis zugute; sie dienen aber auch anderen Regionen als eine Entscheidungsgrundlage für zu entwickelnde Mobilitätskonzepte ni der dritten Netzebene.
Das Verkehrsunternehmen Autokraft bedient das Gebiets aufgeteilt in 2 Zonen. Garding wird dabei der zentrale Ausgangspunkt sein. Zone A deckt den nördlichen Teil ab und Zone B den südlichen. Die beiden Zonen werden außerhalb der Schülerbeförderung abwechselnd bedient.