Die nächste Generation der elektrisch betriebenen Fahrzeuge wird zwingend kurze Ladezeiten fordern. Die Akzeptanz der Elektromobilität ist abhängig von einer funktionierenden Lade-Infrastruktur. Nur mit dem Einsatz von Schnellladestationen wird sie mittelfristig akzeptiert werden. Dieses Projekt soll den Anschub für den Ausbau liefern. Die Nachhaltigkeit des Projektes wird durch die Kombination aus leistungsfähiger Ladetechnik und den Einsatz von direkt in der Stadtmitte erzeugter einheimischer Energie gewährleistet. Für dieses Konzept, die Nutzung „Echter Einheimischer Energie“, wurden die Stadtwerke Niebüll unlängst mit dem Umweltpreis der Wirtschaft des Landes Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Installiert wird eine leistungsfähige Ladestation mit einer Leistung von 50 kVA Gleichstromladung. Parallel dazu ist mit gleicher Leistung eine Wechselstromladung möglich. Alle üblichen Ladestecker (CHAdeMo, CCS und Typ 2) sind vorgesehen. Die geplante Ladestation ist in ein europaweit verbreitetes Ladesystem eingebunden, so dass per App, RFID oder per Kreditkarte mit NFC-Standard getankt werden kann. Als Ladestrom ist ausschließlich Strom aus einheimischer Produktion – Biogas BHKW in Sichtweite – vorgesehen. Der erzeugte grüne Strom wird nicht nur bilanziell, sondern auch physikalisch getankt! Der geplante Standort befindet sich auf dem Parkplatz der VR-Bank in Niebüll, die zwei Parkplätze zur Verfügung stellt und mit der eine Nutzung und der jederzeit freie Zugang zum Ladeplatz vertraglich vereinbart wurden. Der Standort der Ladesäule ist auch mit dem Klimaschutzmanagement des Kreises Nordfriesland abgestimmt und lässt sich aus der Machbarkeitsstudie „Schnellladenetz Westküste/Unterelbe“ ableiten.