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Sitzkissenheizung für die Horsbüller Kirche

Ort

Horsbüll

Förderprogramm & Schwerpunkt
Thema

Gemeinschaft & Begegnung | Klima- & Naturschutz

Projektlaufzeit

2023

Gesamtkosten

19.997,31 €

davon 15.997,85 € gefördert

Projektbeschreibung

Die Horsbüller Kirche wurde erstmalig 1240 erwähnt. Im Laufe der Jahrhunderte kam es immer wieder zu baulichen Veränderungen, zuletzt brannte der Kirchturm im Jahr 1897 nach einem Blitzschlag aus und wurde im neogotischen Stil wiedererrichtet. Es handelt sich um eine Kirche mit einem sehr großen Kirchenraum (sie war zur Bauzeit Mittelpunktskirche der damaligen Region Wiedingharde) für eine inzwischen zahlenmäßig sehr kleine Gemeinde (ca. 150 Mitglieder). Bisher wird der gesamte Kirchraume noch mit Heizöl aufgeheizt. Um die Heizkosten für eine Nutzung der Kirche im Winter spürbar zu verringern und die Kirche nahezu klimaneutral beheizen zu können, beabsichtigt der Kirchengemeinderat eine Ersetzung der Ölheizung durch Sitzbankpolster, die elektrisch beheizbar sind. So kann die Kirche sehr viel punktgenauer und nachhaltiger geheizt werden. Ziel ist es somit die Kirche in absehbarer Zeit komplett mit zertifiziertem Ökostrom beheizen zu können und keine fossilen Energien mehr zu verwenden. Aktuell heizt die Kirchengemeinde die Horsbüller Kirche für Gottesdienste (meist 1 – 2 im Monat) sowie Beerdigungen und andere Amtshandlungen mit Heizöl. Dazu muss die Kirche für einen Gottesdienst mehrere Stunden vorher aufgeheizt werden. Und dies geschieht (abgesehen von Gottesdiensten in der Advents- und Weihnachtszeit und Beerdigungen) dann meist nur für eine geringe Gottesdienst-Teilnehmerzahl, für die wenig zielgerichtet der gesamte große Kirchenraum geheizt werden muss. Dieses bedeutet einen Verbrauch von knapp 2.100 Litern Heizöl mit einem Energieäquivalent von ca. 21.000 kWh und einen Ausstoß von knapp 7 t CO2e jährlich. Die Sitzpolsterheizung hat einen extrem niedrigen Energieverbrauch (die Sitzkissen werden mit einer Kleinspannung von 46 Volt betrieben und können je nach Anzahl der Stromkreise auch sehr zielgerichtet eingesetzt werden, eben nur dort, wo auch Gottesdienstteilnehmer Platz nehmen), womit die Energiekosten pro Gottesdienst um ca. 90% sinken. Ziel ist es die Heizkissen ausschließlich mit zertifiziertem Ökostrom zu betreiben. Somit werden für die Kirche, nach einer Übergangszeit, ausschließlich erneuerbare Energien bezogen und sie kann als nahezu klimaneutrale Kirche bezeichnet werden.