Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Alterung der Bevölkerung, niedriger Siedungsdichte und dadurch begründeter Probleme im Hinblick auf Angebote der Daseinsvorsorge und Mobilität sowie komplexer werdenden Anforderungen bei der Einwerbung von Fördermitteln haben neun Gemeinden beschlossen, in Abkehr vom klassischen „Kirchturmdenken“ ihre Kräfte zu bündeln. Die 9 Gemeinden des Kooperationsraums haben in 2014 zusammen mit dem Amt Eiderstedt und
unter externer Begleitung einen Sondierungsprozess gestartet, ob, wie und in welchen Themen eine Zusammenarbeit möglich ist. Den Anstoß dafür bildete das vom Kreis Nordfriesland initiierte und vom BMVI als Pilotvorhaben finanzierte „Integrierte Kooperationsraum- und Mobilitätskonzept“.
Die Ziele des Kooperationsraumes sind:
die Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Wirtschaft zu fördern, den sozialen Zusammenhalt zu unterstützen,
Kulturlandschaft und Natur zu schützen und
einen haushälterischen Umgang mit Grund und Boden zu gewährleisten
dazu beizutragen, die Mobilitätsangebote für alle Bevölkerungsgruppen auf kommunaler und regionaler Ebene zu verbessern,
die Lebensqualität aller Bewohner zu erhalten und zu fördern,
die Interessen des Kooperationsraumes nach außen hin mit einer Stimme zu vertreten.
Diese Themen wirken zusammen, um die Erreichbarkeit der Angebote der Daseinsvorsorge für alle Bevölkerungsgruppen zu erhalten und insbesondere für Ältere und Jugendliche neue Möglichkeiten zu schaffen, von ihrem Heimatort aus ein attraktives Angebot zu erreichen und damit möglichst langfristig dort wohnen bleiben zu können. Durch die interkommunale
Herangehensweise können Kräfte gebündelt und neue Angebote geschaffen werden. Eine nachhaltige Etablierung und Strukturierung der Zusammenarbeit durch eine externe Prozesssteuerung ist grundlegend für den langfristigen Erfolg und
die Verstetigung dieser Kooperation