Die vier Landwirte auf Hallig Gröde bewirtschaften die Salzwiesen gemeinschaftlich in der traditionellen Allmende-Wirtschaft. Bei der Allmende (auch Gemeindeflur) handelt es sich um Flächen, an denen alle Gemeindemitglieder das Recht zur Nutzung haben und keine Aufteilung in Privateigentum stattgefunden hat. Diese bis ins 20. Jahrhundert weit verbreitete gemeinschaftliche Flächenbewirtschaftung ist heute äußerst selten und außer auf Gröde in Deutschland nur noch vereinzelt im Alpenraum und im Schwarzwald vorzufinden. Es ist eine echte Besonderheit und ein Alleinstellungsmerkmal der Region Uthlande. Die Salzwiesen und ihre extensive Bewirtschaftung sind von außerordentlicher Bedeutung für den Naturschutz. Auch aus touristischer Perspektive ist der Erhalt des Landschaftsbildes unbedingt wünschenswert. Die Bewirtschaftung erfolgt insbesondere durch die Beweidung mit Rindern. Diese kommen im Frühjahr auf die Hallig, verbringen dort den Sommer auf den Wiesen und werden im Herbst wieder ans Festland verschifft. Dafür ist ein Viehhock auf Gröde unabdingbar .Es handelt sich dabei um eine Vorrichtung für das Zusammentreiben, Sortieren und Verladen der Tiere. Die vorhandenen Vorrichtungen sind abgängig und können die Sicherheit für Mensch und Tier nicht mehr gewährleisten. Um die traditionelle und in Deutschland mittlerweile fast einzigartige Allmende- Wirtschaft weiter betreiben zu können, soll im Rahmen des vorliegenden Projektes der Neubau eines Viehhocks am Ostanleger auf Hallig Gröde gebaut werden.