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Westerhorn
Nahversorgung | Ortskernentwicklung
2017, 2018, 2019
1.101.904,00 €
davon 100.000,00 € gefördert
Der ehemalige Gasthof mit Saal aus dem Jahr 1890 soll erhalten werden.
Ausgangslage
Die Gaststätte von Westerhorn wurde ca. 1890 erbaut und liegt angrenzend zum ebenfalls historischen Bahnhof/Bahnhofsgebäude Daunenhof (Baujahr 1847). Im Jahr 1844 wurde die Bahnstrecke von Altona nach Kiel gebaut. Mit dem kleinen Bahnhof drei Jahre später gab es den „Anschluss an die Welt“ und es entwickelt sich das Dorf: Ein Kolonialwarenladen wurde in Dauenhof errichtet, Häuser entstanden. Beide Gebäude in der Ortsmitte Westerhorns weisen seit einigen Jahren keine ausreichende Nutzung vor, die Unterhaltung bzw. Instandsetzung erfolgte, wenn überhaupt, unzureichend. Für die Gemeinde drohte ein kompletter Verfall der beiden Gebäude bzw. der Abriss dieser. Der Antragsteller hat die Gebäude erworben und beabsichtigt sie wieder herzurichten. Dabei sollen die historischen Fassaden, Fußböden, Balken u.ä. erhalten bleiben. Mit dem Erwerb der Gebäude, der Instandsetzung und Modernisierung entsteht die einmalige Gelegenheit, die ortsbildprägende Bausubstanz zu erhalten und den Dorfmittelpunkt zu stärken.
Entwicklungsziele
Im Zuge der Instandsetzung und Modernisierung der Gebäude sollen neue Angebote in der Ortsmitte geschaffen und neue Nutzungen für die Gebäude entwickelt werden. Für die ehemalige Gaststätte sind die folgenden Nutzungen geplant:
Mit der Maßnahme werden 1 neue Vollzeitstelle und 2 Stellen geringfügiger Beschäftigung geschaffen (Grünes Warenhaus). Für das Betreiben des Cafés wird voraussichtlich eine Vereinbarung mit den Glückstädter Werkstätten geschlossen. Das Café ist keine Konkurrenz zu den bestehenden Angeboten in Westerhorn. Der Bäcker bietet kaum/keine Sitzgelegenheiten, das Restaurant „Rhodos“ ist erst ab 17.00 Uhr geöffnet. Einen Mittagstisch gibt es im gesamten Amtsgebiet Hörnerkirchen nicht.
Wirkung der Maßnahme
Die mit diesem Antrag beantragten Maßnahmen stärken Westerhorn und schaffen die Grundlage für die Erweiterung des Grünen Warenhauses (Landhandel) und die Errichtung eines Cafés. Die Nachfrage nach Wohnraum (auch für Monteure, Handwerker) kann durch die neu geschaffenen Wohnungen gedeckt werden. Die gute Anbindung und zentrale Lage wirken sich positiv auf die Entwicklung der neuen Gewerbe aus. Mit der Instandsetzung und Modernisierung der beiden Gebäude wird ein Abriss und damit einhergehende Brachflächen in der Dorfmitte vermieden. Historische Bausubstanz wird erhalten und der (historische) Ortskern gestärkt. Das Projekt leistet damit einen Beitrag zum Ressourcenschutz und vermeidet eine neue Flächenversiegelung. Neue Angebote zur Nahversorgung werden geschaffen, neue Nutzungen in die historischen Gebäude integriert. Durch die Kooperation mit den Glückstädter Werkstätten werden benachteiligte Bevölkerungsgruppen besonders berücksichtig bzw. durch eine Tätigkeit im Café in den (Arbeits-)Alltag eingebunden.