Das ehemalige Bahnhofsgebäude aus dem Jahr um 1860 soll erhalten werden. Folgende Maßnahmen sind Gegenstand des Förderantrages:
Umbau des Erdgeschosses zu einem Gewerbebetrieb
Instandsetzung/Modernisierung des Erdgeschosses mit Wänden, Böden Fenster und Türen
Instandsetzung, Modernisierung und Ausbau der Obergeschosswohnung
Ausgangslage
Im Jahr 1844 wurde die Bahnstrecke von Altona nach Kiel gebaut. Mit dem kleinen Bahnhof drei Jahre später gab es plötzlich den „Anschluss an die Welt“ und es entwickelt sich das Dorf: Ein Kolonialwarenladen wurde in Dauenhof errichtet, Häuser entstanden. Das Bahnhofsgebäude und die angrenzende ehemalige Gaststätte in der Ortsmitte Westerhorns weisen seit einigen Jahren keine ausreichende Nutzung vor, die Unterhaltung bzw. Instandsetzung erfolgte, wenn überhaupt, unzureichend. Für die Gemeinde drohte ein kompletter Verfall der beiden Gebäude bzw. der Abriss dieser. Die Abbruchgenehmigung für das Bahnhofsgebäude war schon erteilt, kurz vor Abbruch wurde das Gebäude von Herrn Sierk erworben.
Entwicklungsziele
Im Zuge der Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen soll die ortsbildprägende Bausubstanz erhalten und Dorfmittelpunkt um den Bahnhof herum gestärkt werden.
Erhalt und Modernisierung der Wohnnutzung im Obergeschoß
Umnutzung des Wartesaales und Packschuppens im Erdgeschoß zu einem Gewerbebetrieb
Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes
Neues Angebot in der Ortsmitte, am Bahnhof: Einrichtung eines Fahrradladens und Werkstatt, da im Amtsbezirk dieses Angebot nicht existiert
Wirkung der Maßnahme
Mit der Instandsetzung und Modernisierung des Bahnhofsgebäudes wird ein Abriss und damit einhergehende Brachflächen in der Dorfmitte vermieden. Historische Bausubstanz wird erhalten und der (historische) Ortskern gestärkt. Das Projekt leistet damit einen Beitrag zum Ressourcenschutz und vermeidet eine neue Flächenversiegelung. Neue Angebote zur Nahversorgung werden geschaffen, neue Nutzungen in die historischen Gebäude integriert. Durch die Kooperation mit den Glückstädter Werkstätten werden benachteiligte Bevölkerungsgruppen besonders berücksichtig bzw. durch eine Tätigkeit in der Fahrrad-Werkstatt in den (Arbeits-)Alltag eingebunden.