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Ausgangslage:
Die Tourismusentwicklung ist in der LTO Ostseefjord Schlei seit 2014 konsequent auf das Oberthema der Entschleunigung ausgerichtet. Sämtliche Angebote und Marketingmaßnahmen zielen in diese Richtung. Die Kampagne LANGSAMZEIT ist erfolgreicher Ausdruck dieser Fokussierung. Auch künftig wird die Entschleunigung die zentrale Botschaft im Tourismusmarketing sein, soll jedoch durch das neue Querschnittsthema der Nachhaltigkeit ergänzt werden. Das Thema Nachhaltigkeit ist auch in der Landestourismusstrategie 2025 als Querschnittsthema benannt und passt hervorragend zum Slow Tourism.
Die Region Ostseefjord Schlei hält bereits einige nachhaltige Angebote vor und eignet sich hervorragend für das Thema, gerade wenn es darum geht, sich von anderen Ostseestandorten abzusetzen, in denen das Thema noch überhaupt keine Rolle spielt.
Entwicklungsziele:
Im Prozess der Zertifizierung soll ein Nachhaltigkeitsbeirat als strategisches Gremium gegründet werden, der gemeinsame Ziele festsetzt und die Qualität der Maßnahmen fortlaufend überwacht. Die Ziele werden gemeinsam mit Akteuren aus der Region im Rahmen von Workshops erarbeitet. Ein Coaching für die LTO-Verantwortlichen kommt hinzu. Insgesamt ist von ca. 8-9 Beratungstagen auszugehen. Die Nachhaltigkeitsleistung der Destination wird von einem/r unabhängigen Gutachter/in auditiert und in einem Prüfbericht bewertet. Bei erfolgreicher Zertifizierung erhält das Unternehmen eine Zertifizierungsurkunde sowie das Zertifizierungssiegel als Bilddatei; anerkannte Partnerbetriebe erhalten eine Zertifizierungsplakette.
Wirkung der Maßnahme:
Durch das Label Nachhaltiges Reiseziel verfügen die regionalen Tourismusverantwortlichen im Ergebnis über ein anwendungsorientiertes Verfahren für die Destination, welches
Das Projekt hat das Kernziel, den Sinn für die regionale Wirtschaftskraft zu schärfen und regionale Stoffkreisläufe in Gang zu bringen. Die hohe touristische Nachfrage soll genutzt werden, um die Nachfrage nach Produkten aus der Region zu steigern. Der Zertifizierungsprozess wird viele regionale Akteure aus unterschiedlichen Bereichen einbinden, woraus ein noch besseres Netzwerk und neue regionale Lieferantenbeziehungen entstehen. Die Darstellung als nachhaltiges Reiseziel wird eine neue Gästegruppe ansprechen und ist dementsprechend geeignet, die Gästezahl der Region zu steigern.

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Der DRK-Ortsverein Schwarzenbek und Umgebung e.V. ist mit rund 1000 Mitgliedern der zweitgrößte Verein in Schwarzenbek. Es engagieren sich etwa 150 Ehrenamtliche in diesem Ortsverein. Durch die geplante Modernisierung des DRK-Zentrums soll zum einen die Energie- und Wärmeversorgung an die aktuellen Bedürfnisse angepasst werden und zum anderen durch entsprechende Technik vor allem Energie sparen und Umwelt schonen. Die Planungen wurden durch einen Fachausschuss (Immobilien-Ausschuss) des Vereins und weiteren Beteiligten entwickelt. Wirkung der Maßnahme: Weitestgehende Abkehr von fossilien Brennstoffen und Reduzierung des CO2-Ausstoßes (u.a. durch PV-Anlage und Wärmepumpe). Des Weiteren ist eine barrierefreie Nutzung des DRK-Zentrums durch Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte vorgesehen.

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Die Themen Energieeffizienz und Klimaschutz sind für Unternehmen mittlerweile wichtige Erfolgsfaktoren für ein nachhaltiges Bestehen am Markt. Im vorangegangenen Projekt „Zukunft Zeigen“ wurden kleine und mittlere Unternehmen (KMU) im Landkreis Herzogtum Lauenburg zu diesen Themen informiert und sensibilisiert. Gegenstand des jetzigen Projektes ist die Durchführung einer Beratungsreihe mit begleitenden Workshops für die KMU im Kreis. Die Beratungsreihe soll die Unternehmen befähigen, aktiv Klima- und Umweltschutzprojekte umzusetzen. Langfristiges Ziel kann die Gründung eines Energieeffizienznetzwerkes sein. Das Projekt ist eine Initiative der Klimaschutzmanagerinnen im Kreis Herzogtum Lauenburg.

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Der Verein Zeitlupe Ahrensburg arbeitete in der Vergangenheit bereits mit dem Initiativkreis Gut Wulfsdorf und dem Pomologen-Verein an verschiedenen Streuobstprojekten. Den größten Anteil an Streuobstbäumen fasst das Gut Wulfsdorf, wobei sich der Schwerpunkt auf den Erhalt regionaler und seltener Obstsorten konzentriert. Die das Projekt betreffende Kirschbaumwiese verfügt über einen Altbestand von ca. 100 Kirschbäumen auf 1,8 ha Fläche. Das Grundstück wird ebenfalls von Jungrindern beweidet. Der Altbaumbestand wurde in Pflege genommen, professionell dokumentiert und in einen dauerhaft erhaltbaren Zustand gebracht. Die Wiese wurde um weitere Kirschbäume aus der eigenen Baumschule der „Zeitlupe gUG“ ergänzt. Wegen der Beweidung durch Rinder wurden die Bäume mit stabilem Baumschutz ausgestattet.

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Im Schulzentrum Pellworm soll die Heizungsanlage (bisher Heizöl) ersetzt werden. Im Zusammenhang mit der Erneuerung sollte die Frage geklärt werden, ob der Einsatz von Biomasse / Holzpellets und ggf. Power to Heat für die zukünftige Wärmeversorgung unter ökonomischen und Klimaschutz-Bedingungen sinnvoll ist. Im Rahmen eines energetischen Quartierskonzeptes wurde diese Frage positiv beantwortet. Daher soll die Heizungsanlage 2015 erneuert werden und 2016 weitere Nachbargebäude an den Wärmeverbund angeschlossen werden. Mit dem Einsatz erneuerbarer Energien anstelle von Heizöl (auf Pellworm gibt es kein Erdgas) geht auch die Gemeinde Pellworm konsequent ihren Weg hin zu einer klimaneutralen Energieversorgung – auch (und vor allem) bei der Versorgung ihrer kommunalen Liegenschaften. Dies ist ein gutes Beispiel für die Region Uthlande wie auch für den Kreis Nordfriesland, die sich dem Klimaschutz und der Nutzung erneuerbarer Energien zum Ziel gesetzt haben. Durch den Einbau und Betrieb einer Biomasseheizungsanlage verringert das Schulzentrum Pellworm ihre Wärmebedingten CO2-Emissionen um 83%, entsprechend rd. 84 Tonnen p.a.. Damit dient das Projekt der Erreichung der Klimaschutzziele des Landes und der Region. Durch die Einbindung von Power to Heat im Rahmen des Projektes SmartRegion Pellworm werden neben den Klimaschutzzielen des Landes auch die Diskussionen um das Thema „zuschaltbare Lasten“ und Sektorenkopplung durch dieses Modellprojekt unterstützt.

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Im Rahmen der Projektwoche „Jugend gestaltet nachhaltige Zukunft“ des Emil-von-BehringGymnasiums in Großhansdorf entstand die Konzeptidee zwei Wasserspender in der Schule zu installieren. Durch die Wasserspender soll dem Verbrauch von Plastikflaschen und den damit verbundenen Umweltschäden entgegengewirkt werden. Eigene Trinkflaschen können so nach Bedarf immer wieder aufgefüllt werden.

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In der Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule und auch in der Kirsten Boie Grundschule in Barsbüttel sind Wasserspender installiert worden, damit Schüler, Lehrer und Besucher einen zusätzlichen, einfachen und kostenfreien Zugang zu Trinkwasser haben. So können z.B. Mehrwegflaschen immer wieder aufgefüllt und Einwegflaschen vermieden werden. Weiterhin kann ausreichend Flüssigkeitsaufnahme dabei verhelfen, die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit der Schüler zu steigern.

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Die vier Landwirte auf Hallig Gröde bewirtschaften die Salzwiesen gemeinschaftlich in der traditionellen Allmende-Wirtschaft. Bei der Allmende (auch Gemeindeflur) handelt es sich um Flächen, an denen alle Gemeindemitglieder das Recht zur Nutzung haben und keine Aufteilung in Privateigentum stattgefunden hat. Diese bis ins 20. Jahrhundert weit verbreitete gemeinschaftliche Flächenbewirtschaftung ist heute äußerst selten und außer auf Gröde in Deutschland nur noch vereinzelt im Alpenraum und im Schwarzwald vorzufinden. Es ist eine echte Besonderheit und ein Alleinstellungsmerkmal der Region Uthlande. Die Salzwiesen und ihre extensive Bewirtschaftung sind von außerordentlicher Bedeutung für den Naturschutz. Auch aus touristischer Perspektive ist der Erhalt des Landschaftsbildes unbedingt wünschenswert. Die Bewirtschaftung erfolgt insbesondere durch die Beweidung mit Rindern. Diese kommen im Frühjahr auf die Hallig, verbringen dort den Sommer auf den Wiesen und werden im Herbst wieder ans Festland verschifft. Dafür ist ein Viehhock auf Gröde unabdingbar .Es handelt sich dabei um eine Vorrichtung für das Zusammentreiben, Sortieren und Verladen der Tiere. Die vorhandenen Vorrichtungen sind abgängig und können die Sicherheit für Mensch und Tier nicht mehr gewährleisten. Um die traditionelle und in Deutschland mittlerweile fast einzigartige Allmende- Wirtschaft weiter betreiben zu können, soll im Rahmen des vorliegenden Projektes der Neubau eines Viehhocks am Ostanleger auf Hallig Gröde gebaut werden.

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Das Amt Südtondern ist für die Liegenschaften der amtsangehörigen 30 Kommunen zuständig und verfügt über 132 kommunale Gebäude, von kleinen Geräteschuppen an Feuerwehrhäusern bis hin zu großen Schulgebäuden und Freibädern. Der überwiegende Teil dieser Gebäude und Liegenschaften befindet sich hinsichtlich klima- und energetischer Anforderungen in einem nicht zeitgemäßen Zustand. Der Sanierungsstau im Bereich von Dämmung, Beleuchtung, Raumwärme, Heizungssystem und Stromverbrauch ist teilweise erheblich. Im Zuge der Unterhaltungspflicht soll nun zunächst an drei ausgewählten Liegenschaften eine „Voruntersuchung Klimaschutz“ durchgeführt werden. Dabei handelt es sich um ein altes Feuerwehrgerätehaus im Ortsteil Soholm der Gemeinde Enge-Sande, die Grundschule in Achtrup in der gleichnamigen Gemeinde und das Dorfgemeinschaftshaus Fahretoft in der Gemeinde Dagebüll. Diese Liegenschaften wurden ausgewählt, weil sie repräsentativ für ca. 28 weitere Feuerwehrgerätehäuser, 8 weitere Grundschulen und 19 weitere Dorfgemeinschaftshäuser im Amtsgebiet sind. In den genannten Gemeinden wird im Rahmen der Untersuchung auch die Umstellung auf LED-Straßenbeleuchtung analysiert. Zugleich soll es zur (weiteren) Implementierung eines Liegenschaftsmanagementsystems („EDV-Tool“) mit dem Fokus Energiecontrolling und Sanierungsmanagement für die kommunalen Liegenschaften im Amtsgebiet Südtondern kommen, das von den dortigen Mitarbeiten betreut und weitergeführt werden soll. Dieses Liegenschaftsmanagementsystem soll später auch im Rahmen eines beim PTJ zu beantragenden „Klimaschutzteilkonzeptes“ genutzt werden, denn durch die Präsentation der Ergebnisse der „Voruntersuchung Klimaschutz“ (Energieverbräuche, Sanierungsmaßnahmen, Einsparpotentiale) in kommunalen Gremien („Bürgermeisterrunden“) soll die potentielle Beauftragung eines „Klimaschutzteilkonzepts“ eingeleitet werden, über das die BürgermeisterInnen abzustimmen haben.

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Im Wald zwischen Klööwenhugh und Vogelkoje Meeram auf Amrum sollen 7 farbige Informationsschilder aufgestellt werden mit folgenden Inhalten: Sturmschäden durch Klimaänderung bei Monokulturen aus 50er Jahren mit Angabe der Stürme Anatol, Christian und Xaver sowie dem Datum der Nachpflanzungen von Laubmischwald. Zudem eine Erklärung zu den angepflanzten Baumarten mit Nennung der Namen auf Deutsch, Latein, Öömrang.
Gästen sowie auch Insulanern soll gezeigt werden, welche Folgen der Klimawandel mit seinen durch erhöhte Temperaturdifferenzen gesteigerten Stürme gerade bei Monokulturen im Wald anrichtet. Gleichzeitig wird durch Angabe des Zeitpunkts der Stürme (Anatol, Christian, Xaver) und der Neupflanzung ein direkter Vergleich mit den Flächen des Standortes gezeigt. Es ist ersichtlich wie lange es dauert, bis ein an die Klimaänderung angepasster Mischwald nicht mehr der jährlichen Pflege bedarf und eine akzeptable Höhe erreicht hat. (circa 10-20 Jahre). Auf diese Zeitspanne ist auch die Haltbarkeit der Schilder angelegt. Einige Texte und Bilder werden mit dem Projektpartner Bergwaldprojekt eV, der die Arbeiten in den Neuanpflanzungen betreut hat, erarbeitet.
Auf den Schildern sollen ebenfalls QR-Codes abgebildet werden, um z.B. den Standort anhand eines Luftbildes auszumachen und weitere themenspezifische Erklärungen und Informationen zu erhalten. Themen sollen hier unter anderen die Unwirtschaftlichkeit des Holztransportes von der Insel und der geringe Holzabsatz auf der Insel wegen klimaschädlicher Öl- und Gasheizungen sein.
Kooperationen sind auch mit der Ferring Stiftung und dem Öömrang Ferian e.V. vorgesehen.
